Saunaformen (Saunaarten) für das Saunabaden
In öffentlichen Saunabädern (Saunabetrieben) werden häufig verschiedene Saunaformen für das Saunabaden angeboten.
Nachfolgend sind auch Formen aufgeführt, die im Grunde nicht als
eigentliche Variante einer Sauna für das Saunabaden zu bezeichnen sind. Dennoch im Rahmen von
Badeformen mit erhöhten Temperaturen für das Schwitzbaden sollen diese nicht
unerwähnt bleiben.
- finnische Sauna
In der finnischen Sauna (der traditionellen Form der "Schwitzkammer")
beträgt die Temperatur zwischen ca. 85°C
und 95°C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca.
10-30%. Mit Aufgüssen wird die Luftfeuchte kurzzeitig erhöht und ein
verstärkter Hitzereiz erzeugt. Die finnische Sauna ist häufig
(traditionell) als Blockhaus-Sauna zu finden.
- Erd-Sauna / Maa-Sauna
Die Erd-Sauna, als Urform der Saunakultur,
ist in Bauweise, Klima und Atmosphäre abweichend vom üblichen
Sauna-Typ. Eine Erd-Sauna ist ein Blockhaus aus Kiefernholz zur Hälfte
in die Erde gebaut. In der Erd-Sauna beträgt die Temperatur zwichen
ca. 110°C und 120°C. Dennoch ist das Klima angenehm mild und die Hitze
gut verträglich. Die Atmosphäre wird durch warmes Licht, leichtem
Holzgeruch und meist beruhigender Flammenspiele (eines brennenden
Feuers) geprägt.
- Bio-Sauna
Die Bio-Sauna, eine Niedertemperatursauna, ist eine kreislaufschonende Saunavariante
mit einer Temperatur von ca. 50 bis 75°C bei
einer Luftfeuchtigkeit von ca. 15-30% (bis zu 40%). In der Bio-Sauna kann man länger
verweilen (bis zu 30 Minuten). Der Ablauf beim Saunabaden in der Bio-Sauna
ist jedoch nicht abweichend zur finnischen Sauna. Häufig wird diese Saunaform
mit ätherischen Ölen angereichert und wird somit auch als Euka-Sauna (mit
Eukalyptus-Aroma) oder als Kräuter-Sauna (mit Kräuter-Aromen)
und/oder mit Farblicht
kombiniert in Saunabädern
angeboten.
- Sanarium
Das Sanarium ist eine Mischform aus Sauna und Dampfbad. Die Temperatur
beträgt ca. 60-65°C° bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40-50%. Häufig wird diese Saunaform
mit ätherischen Ölen angereichert.
- Danarium
Das Danarium ist ein besondere kreislaufschonende Form von einem Dampfbad
mit einer Temperatur von ca. 60-65°C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 60%.
Häufig werden ätherischen Öle verwendet, die eine ergänzend wohltuende
Wirkung entfalten.
- Dampfbad
Im Dampfbad beträgt die Temperatur i.d.R. zwischen 40°C
und 55°C bei einer Luftfechtigkeit von ca. 80-100%.
Das typische Klima im Dampfbad wird durch die Erzeugung von
übersättigtem Wasserdampf mit einem Dampfkessel erreicht. Dampfbäder mit dem Zusatz von
Eukalyptus können z.B. zur Linderung von Atemwegserkrankungen
beitragen. Der im Dampfbad zu findende Kaltwasserschlauch ist primär
zum Abspritzen der eigenen Sitzfläche gedacht (kann aber auch kreislaufanregend für "Kneipp-Güsse" verdendet werden).
In Saunabädern ist meist ein Dampfbad (römisch, türkisch,
Inhalations-Dampfbad.
- römisches Bad
Ein römisches Bad hat 3 unterschiedlich heisse und feuchte Räume. Im Tepidarium beträgt die Temperatur 39°C. Im Caldarium beträgt die Temperatur
40°C bei hoher Luftfeuchtigkeit mit ätherischen
Ölen angereichert. Im Lanconicum beträgt die Temperatur ca. 50°C
bis 60°C. Zum Rital in einem römischen Bad zählt
nach dem Caldarium meist eine Massage und ein Bad.
- türkisches Bad
Ein türkisches Bad besteht i.d.R. aus einem
Heissluftraum mit einer Termperatur von ca. 50°C,
einem Warmluftraum mit einer Temperatur von ca. 40°C
und ggf. mehreren kühlen Räumen. Zum Ritual in einem türkischen Bad
zählen neben Schwitzen und Abkühlen auch Massagen.